22. März 2018
Berlin

Digital Farming Conference

 #DFC18
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Mithilfe digitaler Technologien werden ganze Felder millimetergenau und umweltschonend bewirtschaftet, Roboter melken Kühe, Drohnen kartieren Felder und verteilen punktgenau Fungizide oder Schlupfwespenlarven zur Bekämpfung von Schädlingen; digitale Helfer erleichtern Landwirten den Arbeitsalltag und Verbraucher können die Herkunft ihrer Lebensmittel online ermitteln. Trotzdem: Die digitale Zukunft hat in der Landwirtschaft erst begonnen. Neue Technologien und Trends wie autonome Robotik und autonomes Fahren versprechen für die kommenden Jahre einen rasanten Schub auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette.

 

Am 22. März 2018 bringt Bitkom auf seiner ersten Digital Farming Conference in Berlin mehr als 150 Entscheider aus Landtechnikindustrie, Agrar- und Digitalwirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen, um über den Einsatz digitaler Technologien in der Agrarwirtschaft zu diskutieren.

 

 

 

 

 

Themen 2018

AgTech

AgTech

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AgTech
 

AgTech

Die Landwirtschaft muss im 21. Jahrhundert so effizient werden wie nie: Immer weniger Agrarflächen müssen immer mehr Menschen versorgen. Eine effiziente Landwirtschaft gehört deshalb zu den größten Herausforderungen unserer Zeit.

Immer mehr Unternehmen, darunter viele Start-ups, entwickeln mittlerweile vielversprechende Lösungen um landwirtschaftliche Erträge zu steigern. Unter dem Begriff Agriculture Technology, kurz AgTech, forschen sie an innovativen Futtermitteln, Anwendungen zur Verbesserung der Tiergesundheit und der intelligenten Vernetzung und Verwaltung von Geo- und Klimadaten um Landwirten ein schnelleres und präziseres Arbeiten zu ermöglichen. Durch die Entwicklung von Food-Plattformen und E-Commerce werden die Lebensmittelproduzenten zudem beim Einkauf von Rohstoffen und dem Verkauf ihrer Produkte unterstützt.

Das Besondere an AgTech ist der damit verbundene nachhaltige Ansatz: Im Mittelpunkt steht neben der Effizienz eine positive Ökobilanz. So werden zum Beispiel Technologien entwickelt, welche die natürliche Eigenschaft von Pflanzen unterstützen, Nährstoffe über die Blätter aufzunehmen.

Farm Management

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Farm Management

Die Umstellung von analog auf digital bedeutet für die Landwirtschaft einen historischen Wechsel. Softwaregestütztes Farm Management führt zu einer komplett datengesteuerten Betriebsführung, bei welcher die gesamte Betriebsdokumentation online und über mobile Anwendungen abgewickelt wird.

Landwirte stehen angesichts dieses digitalen Wandels vor großen Investitionen: in Hardware, in Software aber auch in die Schulung von Arbeitnehmern, die durch Weiterbildungsangebote auf den Einsatz digitaler Anwendungen vorbereitet werden müssen.

Der finanzielle Einsatz wird sich jedoch lohnen. Denn langfristig führt ein datengestütztes Farm Management nicht nur zu Zeitersparnis durch automatische Dokumentation und zu transparenteren und effizienteren Betriebsabläufen – es ermöglicht auch das genaue Messen von Kennzahlen. Mithilfe von Datenanalysen können Wege- und Einsatzzeiten, Maschinen- und Betriebsmittel sowie wesentliche Kostentreiber identifiziert werden.

Smart Data ist deshalb eine Schlüsselaufgabe für intelligentes Farm Management: aus einer Vielzahl gesammelter Daten müssen die richtigen gefiltert, miteinander kombiniert und für den mobilen Einsatz anwendungsfreundlich aufbereitet werden.

Precision Farming

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Precision Farming

Precision Farming, also die teilflächenspezifische Bewirtschaftung von Feldern, zählt zu den vielversprechendsten Ansätzen für eine nachhaltigere und effizientere Landwirtschaft. Felder mit durchgehend gleichen Bodenverhältnissen sind selten und oftmals nur auf Teilflächen zu finden – eine kleinräumige Bewirtschaftung von Böden ist deshalb deutlich sinnvoller als das gleichmäßige Bearbeiten riesiger Felder.

Precision Farming beruht auf dem Prinzip Daten von Boden, Pflanzen, Wasserversorgung und eingesetzten Landmaschinen zu erheben. Die Verknüpfung mit hochgenauen GPS-Positionen ermöglicht eine gezieltere Saat, Düngung und Bewässerung der Pflanzen – auf diese Weise kann Precision Farming zum Beispiel zu großen Einsparungen bei den Betriebsmitteln, beim Energieverbrauch und der Arbeitszeit führen. Durch den geringeren Einsatz von Herbiziden und mineralischen Düngern wird zudem eine ökologische Entlastung erreicht.

Robotik

Robotik

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Robotik
 

Robotik

Bei vielen Tierwirten gehört Robotertechnik bereits zum Alltag: Mehr als ein Drittel der Tierbauern setzen nach einer aktuellen Bitkom-Umfrage mittlerweile robotergestützte Systeme auf ihren Höfen ein. Genutzt wird die Technik zum Beispiel für die automatisierte Reinigung der Ställe, individualisierte Fütterungssysteme, beim Melken oder auch für die unmittelbare Qualitätskontrolle der Milch.
Im Pflanzenbau wird der Einsatz der Robotertechnik als “Helping hand“ auf dem Feld derzeit noch erprobt. Das Potenzial ist jedoch riesig: So ließe sich beispielsweise der gesamte Gemüseanbau fast vollständig automatisiert abbilden – von Robotern, die das Saatgut ausbringen und für jede einzelne Pflanze die genaue Position dokumentieren, über fliegende Roboter, die auf den Feldern das Wachstum von Unkraut überwachen sowie automatisierten Erntehelfern, die eine reife Frucht vom reinen Blattwuchs unterscheiden können.

Selbst der Weg zum Supermarkt könnte in einer digitalisierten Prozesskette abgebildet werden: mit modularen Behältern, die sich Erträgen anpassen, Sensoren, die Gewicht und Qualität prüfen, und Lasern, die Verpackungen versiegeln.

Sensorik

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Sensorik

Die rasante Entwicklung der Sensortechnik gehört zu den wichtigsten Treibern der Agriculture Technology. Die genaue Messung und Kontrolle von Veränderungen (umwelt)technischer, biologischer und ökologischer Systeme trägt dazu bei, Felder so bedarfsgerecht zu bewirtschaften wie nie zuvor. Erträge können auf diese Weise dauerhaft und konsequent optimiert werden.

So können Sensoren zum Beispiel unter der Ackeroberfläche installiert werden, um Feuchtigkeit und Temperatur des Bodens zu messen. Die Werte werden direkt an die betriebseigenen Rechner der Landwirte gesendet, damit auf Basis der Daten eine direkte Anpassung der Bewässerung vorgenommen werden kann. Auch das Düngen von Pflanzen kann mithilfe von Sensoren deutlich gezielter erfolgen: Stickstoffsensoren können über Lichtwellen die Blattfärbung von Pflanzen erfassen und eine genaue Düngeempfehlung abgeben, welche direkt an den Bordcomputer eines Traktors kommuniziert wird. In der Tierhaltung überwachen Sensoren beispielsweise den Gesundheitszustand von kranken oder schwangeren Tieren. Hochspezialisierte Software wertet die Sensordaten aus und unterstützt den weiteren Entscheidungsprozess.

Für den Landwirt bedeutet die Sensortechnik letztlich auch ein Stück Ortsunabhängigkeit: er wird in Zukunft nicht mehr persönlich anwesend sein müssen um den Gesundheitszustand seiner Tiere oder den Reifegrad seiner Pflanzen zu überwachen.

Vernetzte Landwirtschaft

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Vernetzte Landwirtschaft

Die meisten landwirtschaftlichen Unternehmen sind längst hochleistungsfähige Hightech-Betriebe. Eine zunehmend vernetzte Landwirtschaft wird für sie darum maßgeblich durch das Internet of Things (IoT) geprägt werden: Produktionsprozesse werden sich selbst steuern, Maschinen mit Maschinen kommunizieren (M2M), Fahrzeuge autonom steuern und die Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt werden.

Auch Plattformen werden künftig eine immer größere Rolle für die Agrarwirtschaft spielen. Sie unterstützen Landwirte und Lohnunternehmer immer stärker dabei zusammenzukommen – insbesondere während der Ernte und in der Transportlogistik.

2. November 2017

Call for Speakers bis 24. November

Für die erste Bitkom Digital Farming Conference am 22. März 2018 ist jetzt der Call for Speakers gestartet. Wir freuen uns auf Einreichungen bis zum 24. November 2017, aus denen wir im Anschluss das Programm für die Veranstaltung zusammenstellen.

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14. September 2017

Video: Digitalisierung in der Landwirtschaft

Ob Hightech-Mähdrescher, smartes Fütterungssystem oder Micro-Chips in der Tierhaltung: die Zukunft der Landwirtschaft ist digital. Landwirte stehen heute vor riesigen Herausforderungen: eine harte internationale Konkurrenz, hoher Preisdruck, dazu steigende Anforderungen an die Qualität von Lebensmitteln und an den Umweltschutz.

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Ob Start-up oder Global Player – präsentieren Sie Ihr Unternehmen als innovativen Wissensträger vor Ort. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie sich auf der Digital Farming Conference einbringen möchten.

Kontaktieren Sie uns:
Johann Blain
Johann Blain
Projektmanager Messen & Events
Bitkom Servicegesellschaft mbH
Miriam Taenzer
Miriam Taenzer
Referentin Landwirtschaft & Touristik
Bitkom e.V.